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Herbarium W. C. Bochkoltz

Seit sich Bochkoltz im Sommer 1856 der Botanik zuwandte, hat er zahlreiche Pflanzen gesammelt und herbarisiert. Dabei hat er hauptsächlich in den Regionen botanisiert, in welchen er lebte bzw. arbeitete. Folgende Regionen konnten bisher (Januar 2017) nachgewiesen werden: Trier und Umgebung (Olewig, Sommerau im Ruwertal), Eifel, nördliches Saarland (Tholey), Saarpfalz (Homburg), Rheinpfalz (Schifferstadt, Iggelheim) sowie die Kurpfalz (Heidelberg) und im Nahetal. Seine Aufsammlungen finden sich heute in einer Vielzahl von Herbarien, teils sogar im Ausland. Dies ist das Ergebnis einer zwanzigjährigen Sammel- und Tauschtätigkeit. Nachfolgend findet sich ein Liste, in der alle Herbarien aufgelistet sind, in denen direkt (durch Revision von Herbarbelegen, teils auch digital über das Internet) oder indirekt (durch Hinweise in Literatur oder Internetquellen) Bochkoltz-Belege nachgewiesen werden konnten. Die Herbarien sind dabei alphabetisch nach ihrem Akronym sortiert. Sofern bekannt, ist ein typischer Bochkoltz-Beleg genannt und ggf. verlinkt.
Darüber hinaus haben erste Stichproben im Herbarium HEID gezeigt, dass Bochkoltz in seinem Herbarium eine Vielzahl von ertauschten Belegen anderer Sammler besass, teilweise von Namen, die in Herbarien des 19. Jahrhunderts regelmässig zu finden sind. Die Ursprünge der Belege reichen von Griechenland bis Norddeutschland und von St. Petersburg bis Frankreich.

Aktualisierung 29. August 2017 Die Datenbank läuft (mit über 400 Datensätzen) zuverlässig in einer lokalen Entwicklungsversion.

Aktualisierung 14. Juni 2017 Heute wurde die Bearbeitung des ersten von 23 Schränken im sog. Alten Herbar von HEID abgeschlossen. Es kamen dabei insgesamt 374 Belege von Bochkoltz zutage, montiert auf 483 Bögen. Alle diese Belege sind nun in der «Gartenbank» (= Datenbank des Botanischen Gartens Heidelberg und Herbariums HEID) zumindest rudimentär erfasst. Bei ähnlich hoher Frequenz an Bochkoltz-Belegen in den weiteren 22 Schränken ist durchaus mit einer Gesamtzahl von ±8.000 Belegen in HEID zu rechnen. Das übertrifft alle anfänglichen Erwartungen bei weitem.

  • AMD (Amsterdam)Populus hybrida M. Bieb. AMD.107792 (Heute in NL)
    In AMD liegen sechs Belege von Bochkoltz.
  • B (Herbarium Berolinense, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem) In Lack & Wagner 1984: Das Herbar Ullepitsch (Appendix 1) wird Bochkoltz erwähnt. Demnach gibt es in B Belege von Bochkoltz, die aber in die allgemeinen Bestände einsortiert sind. Es handelt sich nur um eine kleinere Anzahl von Belegen (pers. Comm. Walter Lack, Februar 2017).
  • BM (British Museum, London)Arrhenatherum elatius (L.) P. Beauv. ex J. Presl & C. Presl BM000802971
    In BM konnte bisher ein Bochkoltz-Beleg identifiziert werden.
  • FR (Herbarium Senckenbergianum, Frankfurt am Main)Erigeron muralis Lapeyr. FR-0112682
    In FR sind bisher 12 Bochkoltz-Belege in der Datenbank erfasst. Vermutlich gibt es aber 100 bis 200.
  • GOET (Universität Göttingen)Asplenium scolopendrium (pers. Comm. Ralf Hand, Februar 2017).
  • HEID (Botanischer Garten Heidelberg und Herbarium HEID)Taxus baccata L. HEID 711562
    HEID hat wahrscheinlich den grössten Bestand an Bochkoltz-Belegen. Erste Stichproben und Hochrechnungen lassen eine Anzahl von 8.000 (!) nicht als unwahrscheinlich erscheinen. Davon dürften etwa zwei Drittel von Bochkoltz selbst gesammelt worden sein. Die systematische Erschliessung dieses Herbariums ist derzeit im Gang.
  • IBF (Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck)Calamintha officinalis Moench IBF s.n.
    In IBF liegen zwei Belege von Bochkoltz.
  • K (Royal Botanic Gardens, Kew)Biscutella laevigata L. subsp. subaphylla Mach.-Laur. Publiziert als «Germany: Nahe, Tranfsen [= Traisen?], 11.v.1863, BOCHKOLTZ s.n. (K)» in: James Dele Olowokudejo (1992): Taxonomic significance of leaf indumentum characteristics of the genus Biscutella (Cruciferae). In: Folia Geobotanica 27(4): 401–417.
  • KONL (Bodensee Naturmuseum Konstanz, Leiner-Herbar)Acer monspessulanum L. KONL 43536
    Im Leiner-Herbar in Konstanz gibt es insgesamt drei Belege von Bochkoltz.
  • L (Leiden)Genista sagittalis L. L.1947083 (Heute in NL)
    In L konnte bisher ein Bochkoltz-Beleg identifiziert werden.
  • NHV (Naturhistorischer Verein Bonn) Utricularia intermedia f. aquatilis Hoeppner (gesammelt am 4. Juli 1860 in Neuhäusel/Pfalz)
    Publiziert in: Sitzungsberichte – Naturhistorischer Verein der Rheinlande und Westfalens (1912) p. 146, cf. Jan Schlauer (1987–2012): World Carnivorous Plant List.
    Hinweis auf NHV auch pers. Mitt. Stefan Dressler (Herbarium FR) 2. Februar 2017.
    Am 29. Juni 2017 konnten von Verf. in NHV die Typen der von Bochkoltz publizierten Varietäten und Formen von Scirpus supinus L. gefunden und identifiziert werden.
  • P (Muséum national d’Histoire naturelle)Arrhenatherum elatius (L.) P. Beauv. ex J. Presl & C. Presl P-P00282667
    In P konnte bisher ein Beleg von Bochkoltz identifiziert werden, aber in der Fossiliensammlung des MNHN gibt es einige Bochkoltz-Funde.
  • STR (Université de Strasbourg)Saxifraga sponhemica C.C. Gmel., nur als Etikett
    In STR sind einzig drei Etiketten auf der Internetseite zu finden.
  • STU (Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart, Herbarium)Hydrocotyle vulgaris L. STU Main-1-16608
    In STU konnte bisher ein Bochkoltz-Beleg identifiziert werden.
  • SZE (Móra Ferenc Museum, Szeged) Auf Seite 210 ist «Bochkolz C. (Trier)» in einer Bestandsliste des Herbarium Feichtinger (Sándor Feichtinger, 1817–1905, siehe hier) aufgefüht.
  • US (National Museum of Natural History, Smithsonian Institution, Washington D.C., U.S.A.)Polystichum aculeatum (L.) Roth ex Mert. US-01558571
    In US konnte bisher ein Bochkoltz-Beleg identifiziert werden.
  • W (Naturhistorisches Museum Wien)Salix caprea L. W 1968-0009516 ex Herbario Koller
  • WAG (Wageningen)Eragrostis minor Host WAG.1348812 (Heute in NL)
    In WAG liegen fünf Belege von Bochkoltz.
  • WHB (Universität für Bodenkultur) Pers. Mitteilung Karl Georg Bernhardt, 2017-11-05.
  • WU (Universität Wien)Lepidium graminifolium L. WU-Melk 0059754
  • Z (Universität Zürich)Wahlenbergia hederacea

Bitte zitieren als: Christof Nikolaus Schröder, Herbarium W. C. Bochkoltz
www.cnsflora.de/bochkoltz/herbarium.html