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Saxifraga sponhemica nicht in Wikipedia Wikidata keine HUH-Botanist-Id.nicht in IPNI Sammler Herbarium W. C. Bochkoltz

Cajetan Freyberger



gest. nach Juli 1852
aktive Zeit (nachgewiesen): fl. um 1850–1851
Sammelgebiet(e): Österreich: Salzburg (Gastein), Tirol; Schweiz: Unterengadin (Pitzlat).

belegte Namensformen der Person: ‹Cajetan Freiberger›, ‹Freiberger›, ‹Kajet. Freyberger›, ‹Kajetan Freyberger›

K. k. österreichischer Werksmaurer, Bergknappe und Amateur-Botaniker.

Familie und privates Leben
Bruder von Johann Freyberger.

Orte mit Bezug zur Person
OpenStreetMapWikidataBad Gastein (AT)Wohnort


Botanik
«Eine besondere Erwähnung verdient der im Orte ansässige Herr Cajetan Freiberger, k. k. Werksmaurer. Derselbe ist leidenschaftlich für die Botanik eingenommen, hat alle Pflanzen gesammelt, die er ziemlich gut trocknet, und den Gästen theils centurienweise, theils in Bouquetten geordnet zum Verkauf darbietet.» [Maly 1851: 77.] Maly war im Juni 1850 zur Kur in Gastein. Da war Freyberger bereits als Amateur-Botaniker wohl bekannt.

«[...] Draba nivea Sauter [...], die vor 2 Jahren [= 1851] Kajetan Freyberger, Bergknappe von Gastein, damals als Soldat in Finstermünz stationirt, auf ihm gefunden resp. entdeckt hat.» [Vulpius 1866: 354.]

«Ein Bergarbeiter von Gastein, Namens Cajetan Freyberger, welcher den dortigen Badgästen durch den Verkauf zierlicher Bouquette von gepressten Alpenblumen bekannt ist, und sich einige Kenntniss der Alpenflora erworben hat, sammelte im vorigen Jahre, als Soldat in der Festung Fünstermünz ober Landeck in Tirol stationirt, in der Schlucht des gleichförmigen Passes und bei Nauders, so wie auf einem Ausfluge auf den der Schieferformation angehörigen bei 8000′ hohen Schmalzkopf bei Nauders und auf dem bei Nauders und auf dem bei 8000′ hohen Kalkgebirge Spitzlat im nahen Graubündten einige seltne Pflanzen, deren Angabe für dahin reisende Botaniker von Interesse sein dürfte.» [Sauter 1852: 621.] Im weiteren beschreibt Sauter die von Freyberger entdeckte Draba nivea Saut. [Sauter 1852: 622.]

«[...] dass die Fundorte der ganz unbestimmten oder ganz irrig benannten Pflanzen sehr unzuverlässig angegeben sind, während Johann Freyberger, der Bruder des seither verstorbenen Cajetan Freyberger, in dieser Beziehung sowohl den allgemeinen, als den speciellen Standort zu bezeichnen weiss, auch sich beim Sammeln nicht bloss auf die durch äussere Schönheit des Habitus in die Augen fallenden Alpenpflanzen beschränkt, daher es auch für jeden Botaniker, der nach Gastein kommt, angezeigt erscheint, sich an ihn vorzugsweise zu wenden, da er nicht nur die dortigen Gegenden in vielen Richtungen durchforscht, sondern auch weitere Excursionen, wie nach Heiligenblut, unternommen und mehrmals die Tauern bestiegen hat.» [Rauscher 1853: 195.] Rauscher berichtet hier über seine botanischen Erlebnisse aus dem Jahr 1852. [Rauscher 1853: [185].] Er hielt sich im Juli 1852 für vier Wochen in Bad Gastein auf. [Rauscher 1853: [193].]

«Gottfried Peter Freiherr Baselli von Süßenberg gab als k. k. Oberleutnant am Fort Nauders im August 1851 einige Notizen über die dortige Flora; gleichzeitig erhielt Ant. Sauter von Cajetan Freyberger, Bergarbeiter aus Gastein, während seiner militärischen Dienstleistung um Nauders gemachte Funde, darunter Draba nivea vom Pizlat.» [Dalla Torre & Sarnthein (1913): Geschichte der Erforschung der Pteridophyten- und Siphonogamenflora, die Litteratur über die Pterophyten und Siphonogamen aus den Jahren 1899 bis einschliesslich 1907, Abkürzungen der Gewährsmänner für die Standorte im VI. Band, Verbesserungen zu Band VI und Gesamtregister zum VI. Band 1.–3. Teil, 33.]

Aller erfassten Belege der Freyberger-Brüder bei GBIF.

Herbarbelege (Auswahl)
Doronicum glaciale (Wulfen) Nyman subsp. glaciale: Österreich, Salzburg, «Alpen Flora von Gastein Nasfeld.», leg. Kajet. Freyberger, s.n., s.d. (GJO 90640 !*).
Draba nivea Saut. [= D. tomentosa]: «Kalkgebirge Pitzlat» [Unter-Engadin], 1851, leg. Cajetan Freyberger, s.n. (Wo zu finden?). cf. https://www.biodiversitylibrary.org/page/11580150
https://gjo.jacq.org/GJO0055086
https://gjo.jacq.org/GJO0103092
https://gjo.jacq.org/GJO0103093
https://gjo.jacq.org/GJO0103509
https://gjo.jacq.org/GJO0105820
https://gjo.jacq.org/GJO0132487
Zeichenerklärung: ! = Beleg im Original gesehen; !* = Beleg als Abbildung / Digitalisat gesehen; n.v. = non vidi, d.h. Beleg nicht gesehen.


Abbildungen
Scheda GJO 0035470 (Inv.-No. GJO 0035470)
Abb. 1: Möglicherweise eigenhändige Scheda von C. Freyberger.
Es handelt sich um die einzige digital verfügbare Scheda bzw. Schriftprobe, die von C. Freybergers Hand stammen könnte.
[Ausschnitt aus Quelle: GJO 0035470 (Inv.-No. GJO 0035470); Urheber: Herb. GJO / JACQ.org; Lizenz: CC BY-SA]


Autor dieses Biogramms:
Christof Nikolaus Schröder
Quellen in chronologischer Sortierung
Maly (1851): Botanische Notizen über Gastein. — Oesterr. Bot. Wochenbl. 1: 76–77. ♦ Sauter (1852): Zur Flora des Passes Fünstermünz, von Nauders und des Schmalzkopfs in Nord-West-Tirol, sowie des Spitzlat’s in Graubündten. — Flora 35: 621–623. ♦ Rauscher (1853): Beiträge zur Flora von Ober-Oesterreich und Salzburg. (Fortsetzung). — Oesterr. Bot. Wochenbl. 3: 193–196. ♦ Vulpius (1866): Meine Reise nach Bünden und Tirol im Sommer 1853. — Oesterr. Bot. Z. 16: 342–358.
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Datensatz erzeugt: 2026-02-02 17:27:14 • letzte Änderung: 2026-02-02 17:27:14
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