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« 300046 » Fundort-Datensatz DE
Geißfels bei Norheim

Land:

Deutschland
Verwaltungsebene 1: Rheinland-Pfalz
Verwaltungsebene 2:
Verwaltungsebene 3: Landkreis Bad Kreuznach
Kommune: Norheim
Fundort: Geißfels rechts der Nahe, gegenüber Norheim
Koordinaten: LAT = 49.8° (= N) | LON = 7.81° (= E)
geschätzte Koordinatengenauigkeit: ±1 km
Koordinaten auf zwei Stellen gerundet. Mit Nachweis eines wissenschaftlichen Interesses sind genauere Koordinaten verfügbar.
Höhe: 200 m. s. m.

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Herbarbelege zu diesem Fundort: 100232: leg. [Bischoff], 1829-05-00, B 10 1013233
100748: leg. W.D.J. Koch, 1849-00-00, MPU1221289
100141: leg. L. Geisenheyner, 1875-05-14, JE s.n.
100697: leg. L. Geisenheyner, 1875-05-14, LY0709379
100413: leg. G. Sennholz, 1884-05-18, B 10 1013222
100230: leg. W. C. Bochkoltz, 1884-05-18, B 10 1013222
100146: leg. B. Malende, 1961-04-23, JE s.n.
100339: leg. C. N. Schröder, 2020-03-07, CNS 2020/032

Annotationes: Ein «Geißfels» oder «Geißenfels» ist in keiner historischen oder aktuellen Karte in der Umgebung von Norheim verzeichnet. Aber der Fundort ist durch verschiedene Angaben sicher zu ermitteln. Geisenheyner (1886) korrigiert frühere Fundortangaben auf Scheden, die er mit «Käsfels» bezeichnet hatte, als Hörfehler des tatsächlichen «Geesfels», was im Nahetaler Dialekt Geiß[en]fels bedeutet. Er macht dabei eine recht genaue Ortsangabe: «Es liegt nämlich hinter dem Felsen auf der Höhe ein einsamer Hof, der Birkenhof», der richtig Birkerhof heißt. Ferner schildert Geisenheyner (1896: 73) den Fundort recht ausführlich wie folgt: «Etwa eine Stunde oberhalb Münster a. St. befindet sich auf dem rechten Naheufer, dem Dorfe Norheim gegenüber, ein mächtiges Trümmerfeld, das offenbar durch Absturz von dem hoch darüber liegenden ‹Geisfels› herrührt. An dieser floristisch schon dadurch interessanten Stelle, dass sie der unterste Standort von Saxifraga sponhemica Gmel. im Nahegebiet ist [...]». Eine Badische Stunde beträgt ca. 4,4 km, eine Bayerische (= Pfälzische) Stunde ca. 3,7 km. Ca. 4 km vom Ortsmittelpunkt von Bad Münster entfernt findet sich rechts der Nahe eine auffällige Felsformation mit Nordausrichtung (siehe Photographie unten). Hier konnte der Verf. selbst Saxifraga sponhemica nachweisen. Der historische Fundort ist identisch mit CNS-Locus 2075; die entsprechenden GPS-Koordinaten wurden übernommen.


Geißfels Norheim
Geißfels Norheim
(Photo: C. N. Schröder 7.III.2020; Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0 DE)


Geißfels Norheim
Geißfels Norheim in der Kartenaufnahme 1:25.000 Tranchot und von Müffling (1803–1820)
© Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation (LVermGeo) Rheinland-Pfalz
Lizenz: dl-de/by-2-0, https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0


Geißfels Norheim
Geißfels Norheim in den Uraufnahme-Urmesstischblättern (1843–1879)
© Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation (LVermGeo) Rheinland-Pfalz
Lizenz: dl-de/by-2-0, https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0




Literatur
Geisenheyner (1886): Über einen Standort der Saxifraga sponhemica Gmel. im Nahethal. — Deutsche botanische Monatsschrift [...], IV. Jahrgang, 58–59.
Geisenheyner (1896): Eine eigenartige Monstrosität von Polypodium vulgare L. — Ber. Deutsch. Bot. Ges. 16: (72)–(75).


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