Tauschorganisationen • Start | |||||
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Glumaceen-Tauschvereingegründet um 1897 in Annen i. Westf. Bisher sind keine abweichenden Namensformen belegt. Geschichtlicher Abriss 1896 [Schemmann 1896.] teilt W. Schemmann mit, dass er beabsichtige, einen Glumaceen-Tauschverein zu gründen. Diese Mitteilung wird in anderen Organen rezipiert. [e.g. Oesterr. Bot. Z. 47: 36.] Ob tatsächlich ein Verein zustande kam, ist nicht sicher zu belegen. Bereits im Jahr 1897 annonciert Schemmann zwei Exsiccatenwerke, die er jedoch nicht zum Tausch angeboten hat, sondern zum Kauf. Weitere Lieferungen folgen in späteren Jahren:• 1897: «Deutschlands Gramineen (im Umfange von Garcke’s Flora). Muster-Sammlung von 266 getrockneten Arten, Varietäten, Formen und Bastarden, bestimmt und revidirt. 55 [Mark]» [≘ EUR 407,00] «Deutschlands Juncaceen (im Umfange von Garcke’s Flora). Muster-Sammlung von 44 getrockneten Arten, Varietäten, Formen und Bastarden, bestimmt und revidirt. 10 [Mark]» [≘ EUR 74]. [Naturae novitates 19: 144.] In Herbarium [Nr. 47: 448.] erscheint 1919 ein Aufruf zur Mitwirkung bei einem geplanten Exsiccatenwerk Spelzenblütler Deutschlands, das von W. Schemmann herausgegeben und vom Verlag Theodor Oswald Weigel in Leipzig vertrieben werden soll. Später werden folgende Lieferungen in verschiedenen Quellen genannt: • 1920: «Deutsche Glumaceen (Juncaceen, Cyperaceen und Gramineen). Lief. 1 (Nr. 1–102).», ohne Preisangabe. [Oesterr. Bot. Z. 69: 87.] • 1920: «Deutsche Glumaceen (Juncaceen, Cyperaceen und Gramineen). Lief. 2 (30 Nummern). Mk. 10·50.» [Oesterr. Bot. Z. 69: 272.] • 1921: «Deutsche Glumaceen (Juncaceen, Cyperaceen und Gramineen). Liefg. 3 (Nr. 131–166). 1921.» ohne Preisangabe. [Oesterr. Bot. Z. 71: 69.] Leider war es nicht möglich, Belege zu finden, die eindeutig aus diesen Lieferungen stammten. Auch konnten keine Belege identifiziert werden, die über den Glumaceen-Tauschverein verbreitet wurden. Da Schemmann bekanntermaßen über ein dichtes weltweites Tauschnetzwerk verfügte, ist davon auszugehen, dass der Verein durchaus auch im Sinne einer echten Tauschorganisation aktiv wurde. Deshalb wird er hier als solche eingestuft. Die Exsiccaten, welche Schemmann gegen Bezahlung anbot, dürften wohl weitgehend über den Verlag T. O. Weigel verbreitet worden sein und nicht über den Verein. Orte mit Bezug zur Institution
erfasste Mitglieder • Georg Heinrich Wilhelm Schemmann – Id 400761Abbildungen ![]() Abb. 1: Schemmanns Aufruf zur Gründung in der Allgemeinen Botanichen Zeitung (1896). [Ausschnitt aus Quelle: Allg. Bot. Z. Syst. 2, 11 (15.XI.1896): 188; Urheber: Schemmann; gemeinfrei (Public Domain)] Autor dieses Biogramms: Christof Nikolaus SchröderQuellen in chronologischer Sortierung Schemmann (1896): Glumaceen-Tauschverein. — Allg. Bot. Z. Syst. 2: 188. ♦ Robin (2004): Éléments pour une histoire culturelle de la botanique moderne, 59. — ARIHS 54, 153: [49]–71. ♦ Eigene Recherchen.![]() Die originären Texte dieses Biogramms sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. Bezüglich anderer Elemente (z.B. Bilder) können andere Regelungen gelten, die möglicherweise Rechte Dritter betreffen.
Datensatz erzeugt: 2022-01-31 20:03:52 • letzte Änderung: 2023-07-21 21:34:32
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