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« 100026 » Saxifraga hypnoides L.
W 0079385

«Saxifraga caespitosa Dmrt. β. sponhemica Gmel.»

Vollständige Transcription der Schede:
«Leipziger botan. Tauschverein.
Saxifraga caespitosa Dmrt.
β. sponhemica Gmel.
Berneck im Fichtelgebirge
Amtsteiner Mühle leg. Meyer.
7/6 75.»

Stempel:
«Collectio Reichenbach fil.»
Fundort (original): «Berneck im Fichtelgebirge Amtsteiner Mühle»

Fundort (normalisiert): Deutschland, Bayern, Reg.-Bez. Oberfranken, Landkreis Bayreuth, Gefrees: Amtsteiner Mühle im Ölschnitztal [Koordinaten & Karte: 300014]

«7/6 75» [1875-06-07]

leg. Meyer, [s.n.]
Beteiligte Personen:leg. J. C. Meyer
commut. Leipziger botanischer Tauschverein
e herb. H. G. Reichenbach fil.
rev. & det. L. Záveská Drábková
In W specimen insertum sub Saxifraga rosacea Moench

Revisiones: 2020-08-27: C. N. Schröder rev. & det. ex imag. sub Saxifraga hypnoides L.
2019-08-11: C. N. Schröder rev. & det. ex imag. sub Saxifraga rosacea Moench subsp. indet.
1999: L. Drabkova rev. & det. sub Saxifraga rosacea

Annotationes: Siehe zum Fundort auch Haussknecht (1893) p. 77. [CNS 2019-07-20]

Die Blattzipfel sind sehr schmal und spitz, teilweise stark divergierend, ob sie grannig bespitzt sind, lässt sich im Scan nicht sicher erkennen. Ich lege mich deshalb nicht auf eine subspecies fest. [CNS 2019-08-11]

Wahrscheinlich handelt es sich bei der «Amtsteiner Mühle» um die Mühle unterhalb der Burg Stein, die auf einem Umlaufberg der Ölschnitz mit Namen «Amtstein» oder «Amt Stein» beim Weiler Stein thront. Siehe Uraufnahme Bayerns 1808–1864 im Bayernatlas. [CNS 2020-01-31]

Ein nochmaliges Revidieren des Scans läst mich den Beleg nun als Saxifraga hypnoides L. ansprechen, nachdem ich andere Belege vom gleichen Fundort gesehen habe. Der Beleg zeigt leider nur einen kleinen sterilen Trieb bei der linken Pflanze. Dieser hat ungeteilte Blätter, allerdings fehlen die für S. hypnoides typischen Axillarknospen. Dies ist für die Form von der Amtsteiner Mühle aber typisch, siehe Haussknecht (1901: 131). Er hält die Art dort für angepflanzt. Die dreilappigen Blätter an den Infloreszenzen sind für S. hypnoides nicht untypisch, haben mich aber zunächst in die falsche Richtung geleitet. Alle drei Pflanzen zeigen unterhalb der Rosette vorjährige Triebe mit den typischen einfachen Blättern, die rechte Pflanze hat zusätzlich zwei für S. sponhemica eher untypische, bereits im Wachstum befindliche Axillarknospen. [CNS 2020-08-27]



Danksagung: Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Herbarium W, insbesondere Christian Bräuchler und Heimo Rainer, sei für die Unterstützung bei der Recherche und durch Digitalisierung der Belege herzlich gedankt.


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